Mittwoch, 10. Dezember 2014

Brüche

Ich liege am Fenster auf dem kleinen roten Sofa und schaue dem Regen zu, wie er gegen die Scheibe trommelt. Der Rahmen, alt und brüchig, vom vielen Wasser ganz ausgewaschen, wirkt müde und schicksalsergeben, wie ich in dieser Stunde. Ein Monolog in Endlosschleife zieht sich durch meinen Kopf. In immerwährender Leier, ziehen die gleichen Bilder vorbei um doch nicht zu verharren. Und wie im Traum schießt der immer selbe Vers dazwischen, ohne dass ich ihn gerufen hätte.

"Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein."

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